| Was ist eigentlich Nachhaltige Entwicklung? |
|
|
|
|
Die Brundtlandkommission (1987) definiert Nachhaltige Entwicklung als „eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“
Nachhaltige Entwicklung bedeutet also, dass – wenn erfolgreich angewandt - ein Gesellschaftssystem seine sozialen, ökologischen und ökonomischen Reichtümer und Lebensgrundlagen so einsetzt und verwendet, dass es selbst in der Lage ist diese stets zu regenerieren und damit aufrecht zu erhalten, sowohl für heutige als auch zukünftige Generationen.
Wir müssen deshalb nicht der Umwelt zu Liebe nachhaltig leben und handeln, denn die Natur selbst ist nicht zerbrechlich. Aber wir alle und unsere Nachkommen sind es.
![]() Was ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)?
BNE bedeutet unserer Gesellschaft das Bewusstsein, Wissen und die Fähigkeiten zu vermitteln, die für eine nachhaltige Lebensweise erforderlich sind und sie deren dringende Notwendigkeit erkennen, verstehen und umsetzen lässt. Sie möchte gegen das Nichtwissen, die Ignoranz und die Trägheit ankämpfen, die unseren bislang nicht nachhaltigen Lebensstil ermöglicht.
BNE hat ihren Ursprung in der Agenda 21, die auf der UNO Rio-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 als umfangreiches Aktionsprogramm für die globale umwelt- und entwicklungspolitische Umsetzung der Nachhaltigkeit beschlossen wurde.
Die Agenda 21 schreibt dabei der Bildung eine Schlüsselrolle zu und sieht deren Neuorientierung hinsichtlich nachhaltiger Werte und Denkmuster als Grundvorrausetzung für die effektive Umsetzung eines Gesellschaftsmodells, das nachhaltig und gerecht ist. Nur gezielte Bildung und Bewusstseinsbildung kann Menschen dazu befähigen, sich an den Leitsätzen der Nachhaltigkeit im eigenen Alltag aktiv zu orientieren und somit nachhaltige Entwicklungsprozesse zusammen mit anderen auf lokaler und globaler Ebene ins Rollen zu bringen.
BNE betont auch sehr stark die komplexe Vernetzung und Wechselbeziehung zwischen den drei Sphären Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, d.h. keine dieser Bereiche ist voneinander unabhängig und sie müssen daher als ganze Einheit betrachtet werden. Aktuelle Querschnittsfragen wie die zunehmende Umweltzerstörung und der Klimawandel, die Herausforderungen der Globalisierung und der Gegensatz zwischen Arm und Reich in den Entwicklungsländern und vor unserer eigenen Haustür können somit nur durch fachübergreifende und jene Einheit berücksichtigende Lösungsansätze bewältigt werden. Die UN-Dekade BNE Die auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (2002) hervorgegangene Empfehlung über die Mobilisierung der Bildung wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in die „Weltdekade der Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ für die Jahre 2005 bis 2014 umgesetzt. Damit soll verdeutlicht werden, dass Lernprozesse und Bildung die ausschlaggebende Antriebskraft für den gesellschaftlichen Wandel hin zur Nachhaltigkeit sind. Das nötige Bewusstsein soll somit durch Erziehung und Bildung geschafft werden, damit wir alle verstehen, dass unsere alltäglichen Verhaltensmuster und Gewohnheiten die Lebensumstände vieler anderer Menschen weltweit beeinflussen. Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, wurde als internationale Leitstelle mit der Koordinierung der Dekade berufen. Die Ausarbeitung und Umsetzung greifbarer Programme wird aber vollständig an nationale und lokale Akteure übergeben. Die deutsche UNESCO-Kommission hat dazu einen nationalen Aktionsplan mit dem Hauptziel verabschiedet, die Werte und Prinzipien nachhaltiger Entwicklung in die Kultur- und Bildungsinstitutionen auf allen Ebenen zu integrieren und so die Bildung in stärkerem Maße zum Schlüsselkatalysator für Veränderung zu machen, von Kitas über Berufsschulen bis hin zum Theater. Dies soll mit Hilfe von 4 Zielen erreicht werden: Die Weiterentwicklung und Bündelung nachhaltiger Aktivitäten sowie Transfer guter Praxis in die Breite, die Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Verstärkung internationaler Kooperationen. Außerdem wurden von der deutschen UNESCO-Kommission auch Jahresthemen für die kommenden Jahre der Dekade festgelegt. Dadurch sollen die Anliegen der BNE besser verständlich und kommunizierbar gemacht werden. Weitere Aktivitäten und Initiative mit einem anderen Schwerpunkt als die Jahresthemen sind aber natürlich auch notwendig und erwünscht, um der Vielfalt der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Folgende Jahresthemen wurden benannt:
Katharina Nowak |
RCE-Bulletin
Letzte News
- Interdisziplinäre Lern-Werkstatt zum energiesparenden Bauen
- BBNE - Netzwerk Komzet Bau und Energie - Zukunftssicherung durch Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung
- World Sustainable Development Teach-In Day 2010
- New: Info sheet in English available
- Der Lange Winter stellte Passivhäuser auf die Probe






